Immitra Bio entwickelt eine In-vivo-Genbearbeitungsplattform zur Behandlung genetischer Bluterkrankungen. Das Unternehmen verfolgt dabei einen anderen Ansatz als etablierte Zelltherapien: Statt Zellen zu entnehmen, diese in spezialisierten Produktionsstätten zu bearbeiten und Patienten anschließend einer hochdosierten Chemotherapie auszusetzen, zielt Immitra Bio auf eine Einzelinjektion ab, die die Genkorrektur direkt im Körper vornimmt.
Die Plattform soll mehrere Vorteile bieten. Durch die Behandlung im Körper sollen Chemotherapie und Zellentransplantation entfallen, was die Toxizität erheblich reduziert. Die Therapie wird als Off-the-shelf-Lösung konzipiert und soll unabhängig von spezifischen genetischen Mutationen der Patienten funktionieren. Damit adressiert das Unternehmen ein praktisches Problem bei personalisierten Zelltherapien: die aufwendige Herstellung für jeden einzelnen Patienten.
Ein wesentlicher Vorteil liegt in der Behandlungsdauer. Während etablierte Ex-vivo-Stammzelltherapien oft Monate bis über ein Jahr dauern, zielt Immitra Bio darauf ab, die Behandlungszeit auf wenige Tage zu verkürzen. Das Unternehmen konzentriert sich auf Skalierbarkeit und weltweite Verfügbarkeit und strebt danach, genetische Heilmittel zugänglicher und praktikabler zu machen.