Black Semiconductor ist ein Deep-Tech-Startup mit Sitz in Aachen, das eine Plattform zur monolithischen Integration von Photonik und Elektronik auf Basis von Graphen entwickelt. Das Unternehmen wird von den Mitgründern Daniel Schall (CEO) und Sebastian Schall (CFO) geleitet und positioniert sich an der Schnittstelle von Halbleitertechnik, Materialwissenschaft und moderner Chip-Architektur.
Das zentrale technische Problem, das Black Semiconductor adressiert, liegt in den Grenzen elektrischer Verbindungen zwischen Chips: Herkömmliche elektrische Interconnects sind nach Unternehmensangaben zu langsam, erzeugen zu viel Wärme, verbrauchen zu viel Energie und limitieren die Bandbreite – insbesondere auf kurzen Distanzen. Black Semiconductors Ansatz besteht darin, Hochgeschwindigkeits-Photonikkomponenten auf Basis von Graphen direkt auf elektronische Chips zu integrieren, sodass die Berechnung elektrisch erfolgt, während die Kommunikation zwischen Chips über Photonen abgewickelt wird. Dieses Verfahren findet auf Wafer-Ebene statt und ist nach eigenen Angaben CMOS-kompatibel sowie für BEOL-Integration (Back-End-of-Line) ausgelegt.
Das Unternehmen bietet zwei miteinander verwandte Produktansätze: eine Graphen-Photonik-Integrationsplattform sowie sogenannte Graphen-basierte „Chip Fabrics" – skalierbare Interconnect-Strukturen, die es ermöglichen sollen, tausende Chips so zu verbinden, dass sie sich verhalten, als wären sie ein einziger Chip. Black Semiconductor gibt an, dass der Fertigungsansatz auf Massenproduktion ausgelegt ist.
Das Unternehmen beschreibt sich selbst als schnell wachsend. Mitarbeiterzahl und bisherige Finanzierungsrunden sind öffentlich nicht bekannt.