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AI und Hiring: Warum der Stellenrückgang noch nicht an KI liegt

LinkedIn sieht den Hiring-Rückgang seit 2022 vor allem als Folge hoher Zinsen – nicht durch AI, doch der Skill-Wandel beschleunigt sich massiv.

VonStartup Insider2 Minuten Lesezeit
AI und Hiring: Warum der Stellenrückgang noch nicht an KI liegt

Der globale Arbeitsmarkt bleibt angespannt: Laut aktuellen LinkedIn-Daten ist die Hiring-Aktivität seit 2022 um rund 20 % zurückgegangen. Doch anders als oft vermutet, sieht das Microsoft-Tochterunternehmen künstliche Intelligenz derzeit noch nicht als Hauptursache. Für Gründer, HR-Teams und Investoren in der DACH-Startup-Szene ist das ein wichtiges Signal.

Zinsen statt KI: Was wirklich hinter dem Hiring-Rückgang steckt

Beim Semafor World Economy Summit machte LinkedIn-Manager Blake Lawit deutlich, dass die Plattform auf Basis von Daten von mehr als 1 Mrd. Mitgliedern aktuell keine eindeutigen Verdrängungseffekte durch AI im Jobmarkt erkennt. Besonders relevant: Auch in Bereichen wie Customer Support, Administration oder Marketing – also genau dort, wo viele Marktbeobachter bereits Automatisierungseffekte erwartet hatten – zeigt sich bislang kein überproportionaler Rückgang.

Stattdessen verweist LinkedIn auf das makroökonomische Umfeld. Vor allem die gestiegenen Zinsen seit 2022 haben das Einstellungsverhalten vieler Unternehmen deutlich gebremst. Gerade Startups und Wachstumsunternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz spüren diese Entwicklung besonders stark, da Finanzierungsrunden länger dauern und Budgets defensiver geplant werden.

Der eigentliche Wandel kommt über Skills

Auch wenn AI laut LinkedIn aktuell noch nicht direkt für weniger Jobs verantwortlich ist, verändert sie bereits heute die Anforderungen an bestehende Rollen. Besonders spannend für den DACH-Startup-Markt: Die Skills, die für einen durchschnittlichen Job benötigt werden, haben sich in den vergangenen Jahren bereits um 25 % verändert.

Mit dem zunehmenden Einsatz von AI erwartet LinkedIn, dass dieser Wert bis 2030 auf 70 % steigt. Für Arbeitgeber bedeutet das: Nicht unbedingt weniger Stellen, aber andere Stellenprofile. Gefragt sind zunehmend Kompetenzen in AI Literacy, Prozessautomatisierung, datengetriebenem Arbeiten und interdisziplinärer Zusammenarbeit.

Für Gründer und Investoren ist das ein strategischer Hinweis. Der Wettbewerb verschiebt sich weg von reinem Headcount-Wachstum hin zu Skill Transformation, Reskilling und effizienteren Teams. Besonders Early-Stage-Startups können daraus einen Vorteil ziehen, wenn sie Hiring früh auf zukunftsfähige Kompetenzen ausrichten.

Vollständiger Artikel auf TechCrunch

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