5 Hiring-Fehler, die Startups fast ruinieren können
Diese 5 Hiring-Fehler bremsen Startups massiv – und können Wachstum sogar verhindern.
„Stop Hiring Humans“ klingt provokant – doch selbst ein AI-Startup wie Artisan zeigt: Ohne die richtigen Menschen lässt sich kein Unternehmen skalieren. Gründer Jaspar Carmichael-Jack teilt offen, welche Hiring-Fehler sein Team beinahe ausgebremst hätten – und was andere Startups daraus lernen können.
Warum falsche Einstellungen Startups gefährden
Gerade in der frühen Phase wirken sich Fehlentscheidungen im Hiring überproportional stark aus. Sie kosten nicht nur Zeit und Geld, sondern bremsen die gesamte Organisation. Laut Carmichael-Jack hat Artisan über 100 Personen eingestellt, um letztlich ein funktionierendes Team von rund 40 Mitarbeitenden aufzubauen.
Jeder Fehlgriff verstärkte interne Reibung, verzögerte Produktentwicklung und belastete die Unternehmenskultur. Für Gründer bedeutet das: Hiring ist keine operative Nebensache, sondern eine der wichtigsten strategischen Aufgaben überhaupt.
Die größten Hiring-Fallen im Early-Stage
Ein zentraler Fehler ist Overhiring. Viele Gründer glauben, Wachstum lasse sich durch schnelle Teamerweiterung beschleunigen. In der Realität passiert oft das Gegenteil: Komplexität steigt, Abstimmung wird schwieriger und die Geschwindigkeit sinkt. Kleine, fokussierte Teams sind in der frühen Phase meist effektiver.
Auch sogenanntes „Logo Shopping“ führt in die Irre. Kandidaten mit großen Namen im Lebenslauf bringen nicht automatisch die richtige Mentalität für Startups mit. Entscheidender sind Anpassungsfähigkeit, Ownership und echte Motivation.
Ein weiterer kritischer Punkt ist das falsche Senioritätslevel. Zu erfahrene Kandidaten erwarten oft Strukturen, die es noch nicht gibt. Zu unerfahrene hingegen können ihre Rolle nicht skalieren. Die Balance ist entscheidend – besonders in Schlüsselpositionen.
Zu schnell einstellen, zu langsam handeln
Ein häufiger Fehler: Gründer stellen zu schnell ein, reagieren aber zu langsam, wenn es nicht passt. Laut Carmichael-Jack ist das besonders gefährlich. Schlechte Fits bleiben zu lange im Unternehmen, blockieren Fortschritt und wirken sich negativ auf das Team aus.
Die bessere Strategie: sorgfältig und geduldig einstellen – aber konsequent handeln, wenn sich eine Fehlentscheidung abzeichnet. In vielen Fällen wissen beide Seiten früh, dass es nicht funktioniert.
Was Gründer daraus lernen sollten
Die Erfahrungen von Artisan zeigen, dass Hiring direkt über Erfolg oder Misserfolg entscheiden kann. Die richtigen Mitarbeitenden beschleunigen Wachstum exponentiell – die falschen bremsen es ebenso stark.
Gerade im Wettbewerb um Talente, etwa auf Events wie TechCrunch Disrupt 2026, wird klar: Es geht nicht darum, möglichst viele Menschen einzustellen, sondern die richtigen.
Für DACH-Gründer bedeutet das konkret: Fokus auf Qualität statt Quantität, klare Rollenprofile und der Mut, schwierige Entscheidungen schnell zu treffen.
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