CERN – die Europäische Organisation für Kernforschung – betreibt das weltweit größte Teilchenphysiklabor und beherbergt den Large Hadron Collider (LHC), den leistungsstärksten Teilchenbeschleuniger der Welt. Die Organisation entwickelt und betreibt zudem eine hochkomplexe Computing-Infrastruktur, um die enormen Datenmengen aus den LHC-Experimenten zu verarbeiten und zu analysieren. Technologische Felder, in denen CERN tätig ist, umfassen Hochenergiephysik, verteiltes Rechnen und Datenprozessierung sowie wissenschaftliches Engineering.
Besondere Relevanz für die Tech-Welt hat CERN durch die Entstehung des World Wide Web: Im März 1989 verfasste Tim Berners-Lee am CERN den ursprünglichen Vorschlag für ein globales Informationssystem. Am 30. April 1993 stellte CERN die Technologie gemeinfrei zur Verfügung – eine Entscheidung, die die digitale Vernetzung von Milliarden Menschen ermöglichte. Diese Tradition des Technologietransfers prägt das institutionelle Selbstverständnis bis heute.
An CERN arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Ingenieure sowie technisches Personal aus rund 100 Nationalitäten. Die Organisation versteht sich als internationale Kollaborationsplattform, an der Universitäten, Forschungsinstitutionen und Mitgliedsstaaten gemeinsam an grundlegenden Fragen der Physik arbeiten – von der Struktur der Materie bis zu den Anfängen des Universums.