630 Jobs: Monday.com streicht Stellen für den KI-Fokus
Monday.com streicht rund 630 Jobs und bündelt Investitionen in seiner AI Work Platform – mit Folgen für den Tech-Arbeitsmarkt.

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630 Jobs: Monday.com streicht Stellen für den KI-Fokus
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Monday.com reduziert seine Belegschaft um 20 Prozent und baut rund 630 Stellen ab. Der Anbieter von Arbeitsplatzsoftware will mit der Restrukturierung Investitionen und Teams stärker auf seine AI Work Platform ausrichten.
Monday.com stellt KI ins Zentrum seiner Strategie
Das israelische Softwareunternehmen verfolgt künftig ein schlankeres und stärker fokussiertes Betriebsmodell. Im Mittelpunkt steht die AI Work Platform, die Monday.com Anfang 2026 zum Kern seines Produktportfolios gemacht hat.
Die Plattform verbindet einen No-Code-App-Builder, konfigurierbare KI-Agenten, automatisierte Workflows und einen Chatbot. Dieser kann unter anderem Berichte erstellen, Dashboards aktualisieren und wiederkehrende Aufgaben übernehmen. Monday.com setzt darauf, dass Unternehmen künftig verstärkt Teams aus Menschen und KI-Agenten koordinieren wollen.
Für die Restrukturierung erwartet das Unternehmen Belastungen zwischen 45 Mio. USD und 55 Mio. USD. Die Kosten dürften vor allem durch Abfindungen und weitere Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Personalabbau entstehen.
Stellenabbau finanziert neue KI-Prioritäten
Monday.com folgt damit einem Muster, das sich in der internationalen Techbranche zunehmend zeigt: Unternehmen reduzieren bestehende Teams, während sie gleichzeitig ihre Investitionen in KI-Infrastruktur, Automatisierung und neue Produktangebote erhöhen.
Nach Angaben von Layoffs.fyi wurden 2026 bislang mehr als 122.000 Stellen in der Technologiebranche gestrichen. 78 Prozent der Unternehmen, die Entlassungen angekündigt haben, nannten demnach eine stärkere Ausrichtung auf KI als einen Grund für den Personalabbau.
Allerdings bedeutet der Verweis auf KI nicht automatisch, dass sämtliche gestrichenen Rollen unmittelbar durch Software ersetzt werden. Häufig nutzen Unternehmen den technologischen Wandel auch, um Strukturen zu vereinfachen, Kosten zu senken und Ressourcen in Bereiche mit höheren Wachstumserwartungen zu verschieben.
Was der Umbau für den DACH-Jobmarkt bedeutet
Für Startups und Scaleups in Deutschland, Österreich und der Schweiz erhöht der Schritt den Druck, ihre Personalplanung enger mit ihrer KI-Strategie zu verzahnen. Gefragt sind nicht nur Entwicklerinnen und Entwickler mit KI-Erfahrung, sondern auch Fachkräfte, die automatisierte Prozesse gestalten, KI-Agenten kontrollieren und neue Anwendungen in bestehende Arbeitsabläufe integrieren können.
Arbeitgeber müssen zugleich erklären, wie KI-Projekte, Effizienzprogramme und Stellenabbau zusammenhängen. Wer Automatisierung ausschließlich als Sparmaßnahme kommuniziert, riskiert Vertrauensverlust bei Beschäftigten und Bewerbenden. Unternehmen mit klaren Weiterbildungsangeboten und nachvollziehbaren Rollenprofilen dürften im Wettbewerb um spezialisierte Talente Vorteile haben.
Für Jobsuchende zeigt der Fall Monday.com, dass Kenntnisse in Workflow-Automatisierung, Datenanalyse, No-Code-Entwicklung und der Zusammenarbeit mit KI-Agenten wichtiger werden. Auch klassische Produkt-, Vertriebs- und Operations-Rollen verändern sich, wenn Unternehmen ihre Prozesse konsequent um KI-Funktionen herum aufbauen.
Vollständiger Artikel auf Techcrunch





