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Arbeitgeber des Tages: DeepL

DeepL entwickelt KI für Übersetzung, Schreiben und Sprache. 9 offene Stellen in Köln, München & remote. Jetzt Jobs bei DeepL entdecken.

VonStartup Insider5 Minuten Lesezeit
Arbeitgeber des Tages: DeepL

DeepL wurde 2017 in Köln gegründet und hat sich von einem KI-Übersetzungsdienst zu einer breiteren Plattform für Sprachtechnologie entwickelt. Das Unternehmen rund um Gründer und CEO Jarosław „Jarek“ Kutyłowski bietet heute Lösungen für Übersetzung, schriftliche Kommunikation, Echtzeit-Sprache und KI-gestützte Arbeitsabläufe an. Auf dem Startup-Insider-Jobboard sind aktuell 9 offene Stellen bei DeepL ausgeschrieben.

Was macht DeepL?

DeepL entwickelt KI-basierte Sprachsoftware für Privatnutzer, Entwickler und Unternehmen. Ausgangspunkt war der DeepL Translator für neuronale maschinelle Übersetzung; inzwischen umfasst das Portfolio zusätzlich DeepL Write zur Unterstützung beim Formulieren und Überarbeiten von Texten, DeepL Voice für Echtzeit-Sprachkommunikation und DeepL Agent für agentenbasierte Aufgaben. Mehr als 200.000 Unternehmen weltweit nutzen nach Angaben des Unternehmens Produkte von DeepL.

Technologisch arbeitet DeepL mit neuronalen Netzen, Natural Language Processing und einem Human-in-the-Loop-Ansatz beim Training der Modelle. Ein Schwerpunkt liegt auf kontextabhängiger und fachspezifischer Sprachverarbeitung, die auch Terminologie und sprachliche Nuancen berücksichtigen soll. Das ist insbesondere für Unternehmen relevant, die große Mengen mehrsprachiger Inhalte verarbeiten oder Kommunikation über Ländergrenzen hinweg standardisieren müssen.

Neben dem frei zugänglichen Übersetzungsangebot verdient DeepL vor allem mit Pro-Abonnements, APIs und Unternehmenslösungen Geld. Über Schnittstellen und Integrationen können Unternehmen die Sprachtechnologie beispielsweise in eigene Software, Websites oder Arbeitsabläufe einbinden. Für sensible Unternehmensdaten verweist DeepL unter anderem auf ISO 27001, SOC 2 Type II, HIPAA und die europäische Datenschutz-Grundverordnung.

Gründungsgeschichte & Team

Die Geschichte von DeepL beginnt bereits vor dem eigentlichen Unternehmensstart. Gereon Frähling und Leonard Fink gründeten 2009 in Köln Linguee, eine Suchmaschine und ein Online-Wörterbuch, das Übersetzungen anhand realer zweisprachiger Texte auffindbar machte. Jarosław „Jarek“ Kutyłowski kam 2012 als CTO zu Linguee und leitete ab 2016 ein Team, das auf Grundlage der vorhandenen Sprachdaten an einem neuronalen Übersetzungssystem arbeitete.

Im August 2017 wurde der DeepL Translator öffentlich gestartet. Kutyłowski entwickelte das daraus hervorgegangene Unternehmen weiter und übernahm 2019 offiziell die CEO-Rolle. Aus dem ursprünglichen Übersetzungsprodukt entstand in den folgenden Jahren schrittweise eine umfassendere Language-AI-Plattform. Neben zusätzlichen Sprachen und Funktionen wie Glossaren kamen mit DeepL Write, DeepL Voice und später weiteren KI-Produkten neue Anwendungsbereiche hinzu.

Finanzierung & Investoren

DeepL gehört inzwischen zu den am höchsten bewerteten deutschen KI-Unternehmen. Crunchbase weist für das Unternehmen fünf Finanzierungsrunden mit einem Gesamtvolumen von rund 400 Mio. US-Dollar aus. Die bislang größte bekannte Runde wurde im Mai 2024 abgeschlossen: DeepL nahm 300 Mio. US-Dollar auf, bei einer Bewertung von rund 2 Mrd. US-Dollar. Index Ventures führte die Finanzierung an.

Bereits im Januar 2023 hatte das Unternehmen 100 Mio. US-Dollar aufgenommen; diese Runde wurde von IVP angeführt. Zum Investorenkreis gehören beziehungsweise gehörten darüber hinaus unter anderem ICONIQ Growth, Teachers’ Venture Growth, Atomico, World Innovation Lab, Bessemer Venture Partners, Benchmark und b2venture. Crunchbase führt insgesamt zwölf Investoren bei DeepL.

Die Finanzierung gibt DeepL Spielraum, die eigene KI-Forschung, Infrastruktur und internationale Vermarktung weiter auszubauen. Gleichzeitig tritt das Unternehmen damit in einem Markt an, in dem auch große Technologiekonzerne erhebliche Ressourcen in generative KI und Sprachmodelle investieren.

Standorte & Team

Der Hauptsitz von DeepL befindet sich weiterhin in Köln. Auf dem Startup-Insider-Jobboard werden derzeit unter anderem Positionen in Köln und München sowie deutschlandweit remote ausgeschriebene Rollen angeboten; außerdem sucht das Unternehmen für einzelne Positionen in Österreich.

Crunchbase ordnet DeepL aktuell in die Größenklasse von 1.001 bis 5.000 Beschäftigten ein. Damit hat sich das Unternehmen deutlich über die klassische Startup-Phase hinaus entwickelt und beschäftigt heute Teams in Bereichen wie Software Engineering, Infrastruktur, Produktentwicklung, Vertrieb und IT.

Warum DeepL als Arbeitgeber?

Für Kandidatinnen und Kandidaten ist DeepL vor allem deshalb interessant, weil hier an einem KI-Produkt aus Deutschland gearbeitet wird, das international eingesetzt wird. Die technische Herausforderung geht dabei über klassische Webentwicklung hinaus: Übersetzungsqualität, Natural Language Processing, maschinelles Lernen, Plattform-Infrastruktur und die zuverlässige Bereitstellung von KI-Diensten greifen unmittelbar ineinander.

Die aktuellen Stellen zeigen zugleich, dass DeepL nicht nur Forschungs- und Engineering-Teams ausbaut. Ein großer Teil der ausgeschriebenen Positionen liegt derzeit im Enterprise-Vertrieb und Partnermanagement. Gesucht werden beispielsweise Mitarbeitende für den öffentlichen Sektor, DACH-Vertrieb und den Ausbau des Voice-Geschäfts. Das deutet darauf hin, dass neben der technologischen Entwicklung vor allem die weitere kommerzielle Verbreitung der Produkte im Fokus steht.

Für technische Kandidaten ist insbesondere die ausgeschriebene Position im Platform Engineering relevant, bei der Kenntnisse rund um Kubernetes, AWS und Site Reliability Engineering gefragt sind. Hinzu kommen Einstiegsmöglichkeiten wie eine Werkstudentenstelle im IT-Bereich.

Der inhaltliche Rahmen bleibt dabei klar: DeepL arbeitet an Software, die Kommunikation zwischen Menschen, Teams und Unternehmen über Sprachgrenzen hinweg erleichtern soll. Wer an Sprach-KI arbeiten möchte, findet deshalb Aufgaben an der Schnittstelle von Machine Learning, Software-Infrastruktur und realen Enterprise-Anwendungen.

Offene Stellen bei DeepL

9 Positionen sind aktuell auf Startup Insider ausgeschrieben.

Darunter sind beispielsweise:

  • Staff Platform Engineer — Köln

  • Enterprise Account Executive Public Sector — Deutschland, remote

  • Senior Sales Specialist Voice | DACH — München

  • Enterprise Account Executive | Germany — München

  • Partner Sales Manager — DACH — Köln

  • Working Student, IT — Köln

Die vollständige Stellenübersicht findest du hier: https://jobs.startup-insider.com/companies/deepl

Fazit

DeepL ist ein Beispiel dafür, wie sich aus einem in Köln entwickelten Übersetzungsprodukt ein international ausgerichtetes KI-Unternehmen mit mehreren Sprachprodukten und Milliardenbewertung entwickeln kann. Für Bewerber bietet das Unternehmen aktuell vor allem Möglichkeiten in Engineering, Enterprise Sales, Partnermanagement und IT.

Wer einen Job im Bereich Künstliche Intelligenz, Language AI oder Sprachtechnologie sucht, sollte DeepL auf dem Radar haben. Alle aktuell ausgeschriebenen Positionen gibt es auf der DeepL-Unternehmensseite im Startup-Insider-Jobboard.