Arbeitgeber des Tages: Neural Concept
Neural Concept bringt 3D-Deep-Learning in die Produktentwicklung. 13 offene Stellen in Lausanne, München und remote. Jetzt bewerben.

Neural Concept ist ein 2018 in Lausanne gegründetes EPFL-Spin-off, das künstliche Intelligenz in industrielle Entwicklungs- und Simulationsprozesse integriert. Die Engineering-Software soll Unternehmen dabei unterstützen, Entwicklungszyklen zu verkürzen, Produktleistungen zu verbessern und den Rechenaufwand für Simulationen zu reduzieren. Aktuell sind 13 offene Stellen bei Neural Concept ausgeschrieben.
Was macht Neural Concept?
Neural Concept entwickelt eine KI-gestützte Engineering-Plattform für die Konstruktion, Simulation und Validierung technischer Produkte. Die Software richtet sich insbesondere an Unternehmen aus der Automobilindustrie, der Luft- und Raumfahrt, der Energiebranche, der industriellen Fertigung und der Unterhaltungselektronik.
Im Mittelpunkt steht die Neural Concept Intelligence Platform, die aus dem ursprünglichen Kernprodukt Neural Concept Shape hervorgegangen ist. Die Plattform nutzt 3D-Deep-Learning, um Zusammenhänge zwischen Geometrien, Materialeigenschaften und Simulationsergebnissen zu erlernen. Ingenieurteams können dadurch neue Designvarianten bewerten, ohne für jede einzelne Variante eine vollständige, zeitintensive physikalische Simulation durchführen zu müssen.
Neural Concept integriert seine Technologie in bestehende CAD- und CAE-Umgebungen. Unterstützt werden unter anderem Werkzeuge wie CATIA, Siemens NX, Ansys und STAR-CCM+. Darüber hinaus arbeitet das Unternehmen mit Technologien von NVIDIA und nutzt beispielsweise NVIDIA Omniverse für Anwendungen rund um digitale Zwillinge und Echtzeitsimulationen.
Nach Angaben des Unternehmens lässt sich die Bewertung von Designvarianten dadurch erheblich beschleunigen. Entwicklungsprozesse, die traditionell mehrere Wochen oder Monate beanspruchen, sollen in bestimmten Anwendungsfällen auf wenige Tage verkürzt werden. Zu den öffentlich genannten Kunden und Partnern zählen General Motors, Subaru, Airbus, Williams Racing und NVIDIA.
Gründungsgeschichte & Team
Gegründet wurde Neural Concept 2018 von Pierre Baqué, Théophile Allard, Dr. Jonathan Donier und Thomas von Tschammer. Das Unternehmen entstand als Spin-off aus dem Computer-Vision-Labor der École Polytechnique Fédérale de Lausanne, kurz EPFL. Ausgangspunkt war die Frage, wie sich moderne Deep-Learning-Methoden auf dreidimensionale Daten und industrielle Engineering-Probleme übertragen lassen.
Pierre Baqué führt Neural Concept als CEO. Théophile Allard verantwortet als CTO die technologische Entwicklung, während Dr. Jonathan Donier als Chief Scientific Officer die wissenschaftliche Arbeit begleitet. Thomas von Tschammer ist als General Manager für das Geschäft in den USA zuständig.
Bereits in der frühen Unternehmensphase erhielt Neural Concept Unterstützung durch das Schweizer Förderprogramm Venture Kick. 2019 erreichte das Unternehmen dort die dritte Förderstufe. In den Jahren 2020 und 2021 wurde Neural Concept zudem im Top 100 Swiss Startup Award berücksichtigt. Aus einem akademischen Forschungsprojekt entwickelte sich damit schrittweise ein international tätiges Softwareunternehmen für KI-gestützte Produktentwicklung.
Finanzierung & Investoren
Neural Concept hat nach den vorliegenden Finanzierungsdaten insgesamt rund 136,8 Millionen US-Dollar in zehn Finanzierungsrunden aufgenommen. Auf kleinere Förderungen und Seed-Finanzierungen folgte im März 2022 eine Series-A-Runde über 9,1 Millionen US-Dollar, die von Alven angeführt wurde.
Im Juni 2024 schloss das Unternehmen eine Series B über 27 Millionen US-Dollar ab. Lead-Investor dieser Runde war Forestay Capital. Im Dezember 2025 folgte eine Series-C-Finanzierung über 100 Millionen US-Dollar unter Führung von Goldman Sachs Alternatives. Die Runde bildete den bislang größten Finanzierungsschritt von Neural Concept und soll insbesondere die internationale Expansion sowie die Weiterentwicklung der Engineering-Intelligence-Plattform unterstützen.
Zu den institutionellen Investoren und Unterstützern gehören neben Goldman Sachs Alternatives, Forestay Capital und Alven unter anderem der High-Tech Gründerfonds, Constantia New Business beziehungsweise CNB Capital, Aster Capital, D. E. Shaw Ventures und Venture Kick. Öffentlich benannte Business Angels sind in den vorliegenden Informationen nicht ausgewiesen.
Standorte & Team
Der Hauptsitz von Neural Concept befindet sich in Lausanne im Schweizer Kanton Waadt. Weitere Teams und Positionen gibt es unter anderem in München, Nordamerika und Asien. Im Juni 2026 eröffnete das Unternehmen zudem ein Büro in Seoul, um seine Aktivitäten im asiatisch-pazifischen Raum auszubauen.
Neural Concept beschäftigt nach aktuellen Unternehmens- und Datenbankangaben mehr als 100 Mitarbeitende. Ein Teil der ausgeschriebenen Positionen ist hybrid an einen Standort gebunden, andere Rollen können weltweit remote ausgeübt werden. Für den deutschen Markt sucht das Unternehmen insbesondere Mitarbeitende für München sowie deutschsprachige Fachkräfte in technischen und kommerziellen Funktionen.
Warum Neural Concept als Arbeitgeber?
Neural Concept befindet sich an der Schnittstelle zwischen Machine Learning, industrieller Produktentwicklung und klassischer Ingenieurwissenschaft. Beschäftigte arbeiten damit nicht nur an allgemeinen KI-Anwendungen, sondern an konkreten technischen Fragestellungen aus Bereichen wie Fahrzeugentwicklung, Aerodynamik, Strömungssimulation, Strukturmechanik und elektrischen Antrieben.
Für Software- und Machine-Learning-Fachkräfte bietet das Unternehmen die Möglichkeit, mit dreidimensionalen Daten, Deep-Learning-Modellen, Python sowie CAD- und CAE-Systemen zu arbeiten. Gleichzeitig richten sich viele Positionen gezielt an Ingenieurinnen und Ingenieure, die Erfahrung mit Finite-Elemente-Analysen, Computational Fluid Dynamics oder industriellen Simulationsprozessen mitbringen.
Auch die Wachstumsphase ist für Bewerber relevant: Nach der Series-C-Finanzierung baut Neural Concept sowohl die Produktentwicklung als auch den internationalen Vertrieb und die Betreuung von Industriekunden aus. Die offenen Stellen reichen deshalb von Machine-Learning- und Softwareentwicklung über Produktmanagement und Qualitätssicherung bis zu Solutions Engineering, technischem Vertrieb und Führungspositionen.
Die Mission des Unternehmens ist eng mit der praktischen Arbeit von Ingenieurteams verbunden. Routineaufgaben bei Simulation, Variantenbewertung und Optimierung sollen stärker automatisiert werden, damit sich Entwickler auf konzeptionelle Entscheidungen und neue Produktideen konzentrieren können. Für Kandidatinnen und Kandidaten, die KI nicht nur als isolierte Softwarelösung, sondern als Werkzeug für reale industrielle Produkte verstehen, bietet Neural Concept damit ein klar abgegrenztes Arbeitsfeld.
Offene Stellen bei Neural Concept
13 Positionen sind aktuell auf Startup Insider ausgeschrieben. Dazu gehören unter anderem:
Senior Automotive Vehicle Solution Owner
Solutions Engineer, German-speaking
VP of Engineering
Senior CAE Expert
Product Manager
Product Quality Engineer & Test Automation
Darüber hinaus sucht Neural Concept unter anderem Machine Learning Application Engineers, einen Account Executive für Deutschland sowie Fachkräfte für Lösungen in den Bereichen elektrische Antriebe und Unterhaltungselektronik.
Die vollständige Stellenübersicht findest du hier: https://jobs.startup-insider.com/companies/neural-concept
Fazit
Neural Concept verbindet wissenschaftliche Forschung aus Lausanne mit konkreten Anwendungen in der internationalen Industrie. Das Unternehmen arbeitet an einer Technologie, die Design- und Simulationsprozesse in der Automobilindustrie, Luftfahrt und Fertigung grundlegend beschleunigen kann.
Mit mehr als 100 Mitarbeitenden, einer Finanzierung von insgesamt rund 136,8 Millionen US-Dollar und Teams in Europa, Nordamerika und Asien befindet sich Neural Concept in einer wichtigen internationalen Wachstumsphase. Wer einen Job im Bereich künstliche Intelligenz, Engineering-Software oder industrielle Simulation sucht, sollte Neural Concept auf dem Startup-Insider-Jobboard auf dem Radar haben.





