Sarcura GmbH ist ein Biotechnologieunternehmen mit Sitz in Klosterneuburg, Österreich. Das Unternehmen hat eine vollautomatisierte, gerätebasierte Plattform für die autonome und miniaturisierte Herstellung von Zelltherapien entwickelt – mit dem erklärten Ziel, die Produktion um das 100-Fache zu steigern und die Kosten um das 10-Fache zu senken.
Das Kernelement der Plattform sind mikrofluidische Kartuschen mit integrierter Silicon-Photonics-Technologie, die eine Echtzeit-Prozess- und Produktkontrolle ohne menschliche Interaktion ermöglichen. Durch den Einsatz von Halbleiterchip-Technologie und Mikrofluidik reduziert die Plattform den physischen Platzbedarf, während sie laut Unternehmensangaben Kontrolle auf Zellebene beibehält. Ein modulares Design mit funktionalen Einheiten erlaubt die Anpassung an verschiedene Zelltypen und Prozessanforderungen.
Sarcura positionierte sich an der Schnittstelle von Halbleitertechnologie und Biowissenschaften mit dem Ziel, patientenindividuelle Zelltherapien industriell skalierbar und kostengünstiger zugänglich zu machen – zwei Hürden, die bisher den breiten Einsatz solcher Therapien einschränken. Das Unternehmen wurde von seinen Gründern geleitet und war mit seiner Technologie öffentlich aktiv, bevor es Insolvenz anmeldete und den Betrieb einstellte. Laut eigenen Angaben bleiben die technologischen Erkenntnisse aus der Plattformentwicklung für die weitere Innovation an der Schnittstelle von Siliziumtechnologie und Biowissenschaften relevant.