Keatz wurde 2016 in Berlin gegründet und betreibt ein Netzwerk virtueller Restaurants – sogenannter Cloud Kitchens – in mehreren europäischen Städten. Das Unternehmen produziert Speisen ausschließlich für die Lieferung, ohne physische Gastronomieflächen zu unterhalten. Stattdessen werden mehrere Marken aus gemeinsam genutzten Küchenzentralen heraus betrieben, derzeit in Berlin, München, Madrid, Amsterdam und Barcelona.
Das Kernprodukt sind acht eigenständige Food-Brands, die von Grund auf für den Lieferkontext entwickelt wurden. Die Küchen sind mit vernetzten Geräten ausgestattet; mittelfristig plant Keatz den Einsatz von Robotik und stärker automatisierten Prozessen, unter anderem mit dem Ziel, Lebensmittelverschwendung und Personalkosten zu reduzieren. Den Vertrieb wickelt das Unternehmen ausschließlich über Drittplattformen ab – darunter Deliveroo, Uber Eats, Glovo, Just Eat, Delivery Hero und Takeaway.
2019 hat Keatz eine Finanzierungsrunde über 12 Millionen Euro abgeschlossen. Das Kapital soll genutzt werden, um das bestehende Modell auf 100 weitere Küchen in Europa auszuweiten.