Skip to main content
N

NexWafe

NexWafe entwickelt einen epitaktischen Gas-to-Wafer-Prozess zur Herstellung monokristalliner Siliziumwafer für die Photovoltaik mit reduziertem Energieverbrauch und CO₂-Ausstoß.

NexWafe ist ein 2015 als Ausgründung des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE entstandenes Unternehmen, das eine neue Fertigungstechnologie für monokristalline Siliziumwafer entwickelt und skaliert. Im Mittelpunkt steht der proprietäre EpiNex-Prozess, ein Gas-to-Wafer-Epitaxieverfahren, bei dem Silizium direkt auf wiederverwendbaren Substraten abgeschieden wird. Da der konventionelle Sägeschritt entfällt, entsteht kein Schneidabfall. Das Verfahren soll vollständig mit bestehenden Solarzellen-Produktionslinien kompatibel sein.

Gegenüber konventionellen Prozessen beansprucht NexWafe einen um 40 % reduzierten Energieverbrauch, 75 % niedrigere CO₂-Emissionen sowie die Eliminierung von annähernd der Hälfte des anfallenden Fertigungsabfalls. In Zusammenarbeit mit dem Schweizer Forschungsinstitut CSEM wurden Wirkungsgrade von 24,4 % für Heteroübergang-Solarzellen und 28,9 % für Perowskit-Silizium-Tandemzellen nachgewiesen.

Die Technologie adressiert mehrere Marktsegmente: terrestrische Photovoltaik, fahrzeugintegrierte Solarmodule sowie Satellitenanwendungen im niedrigen Erdorbit (LEO). NexWafe positioniert sich dabei auch als Beitrag zur europäischen technologischen Souveränität in der Solarwafer-Fertigung, einem Segment, das gegenwärtig von asiatischen Anbietern dominiert wird.

Das Unternehmen pflegt eine enge Verbindung zur angewandten Forschung – sowohl durch seine institutionelle Herkunft aus dem Fraunhofer ISE als auch durch laufende Kooperationen mit Institutionen wie CSEM. Der aktuelle Schwerpunkt liegt auf der Skalierung des Epitaxieprozesses zur kommerziellen Produktion.

Open jobs

No open jobs right now.