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42 Mio. USD für eine neue Tech-Akademie: Wer sich bewerben kann

Andreessen Horowitz investiert 42 Mio. USD in eine Tech-Akademie ohne Abschluss. Wer sich für den kostenlosen ersten Jahrgang bewerben kann.

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SI
Startup InsiderSep 27, 2026 · 4 min read

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42 Mio. USD für eine neue Tech-Akademie: Wer sich bewerben kann

Andreessen Horowitz investiert in eine Alternative zur klassischen Hochschule: Die Horowitz Andreessen Academy soll junge Talente direkt auf Startups, Technologie und die Arbeitswelt im KI-Zeitalter vorbereiten. Für den ersten Jahrgang 2027 fallen keine Studiengebühren an – einen akkreditierten Hochschulabschluss gibt es allerdings ebenfalls nicht. a16z.news

Andreessen Horowitz setzt auf Lernen durch Praxis

Die neue Academy in San Francisco hat insgesamt 42 Mio. USD eingesammelt, angeführt von Andreessen Horowitz. Hinter dem Projekt steht Gagan Biyani, Mitgründer der Lernplattform Udemy. Marc Andreessen und a16z-Partner Erik Torenberg sitzen im Board. a16z.news

Das Konzept unterscheidet sich deutlich vom klassischen Hochschulmodell. Im Mittelpunkt stehen eigene Projekte, kurze praxisorientierte Kurse und sogenannte Co-ops, bei denen Teilnehmer Erfahrungen in Technologieunternehmen sammeln. Zu den zehn Gründungspartnern zählen unter anderem Anthropic, Google, Meta, Nvidia, OpenAI, Palantir und Stripe. Andreessen Horowitz Jobs

Damit setzt die Academy auf eine Entwicklung, die auch für den DACH-Arbeitsmarkt relevant ist: Nachweise über tatsächlich gebaute Produkte, Projekte oder Communities sollen stärker zählen als klassische Bildungsabschlüsse. Gerade Startups suchen zunehmend Talente, die neue Technologien schnell praktisch einsetzen können.

50 Plätze für den ersten Jahrgang 2027

Das erste Programm trägt den Namen „Founding Class Fellowship“ und startet im September 2027. Rund 50 Teilnehmer sollen ein Jahr lang in Vollzeit und vor Ort in San Francisco lernen und arbeiten. Das Programm vergibt weder einen Hochschulabschluss noch College Credits. The Horowitz Andreessen Academy

Der erste Jahrgang zahlt keine Studiengebühren. Unterkunft, Verpflegung und persönliche Lebenshaltungskosten müssen die Teilnehmer grundsätzlich selbst finanzieren, wobei bedarfsabhängige Unterstützung möglich sein soll. Zusätzlich stellt die Academy mehr als 50.000 USD an Compute Credits sowie ein Reise- und Forschungsbudget von 5.000 USD pro Teilnehmer bereit. The Horowitz Andreessen Academy

Ab 2028 plant die Academy vorbehaltlich regulatorischer Genehmigungen ein zweijähriges kostenpflichtiges Programm. Die Gebühren sollen sich dann am Niveau elitärer US-Privatuniversitäten orientieren. a16z.news

Wer sich für die Academy bewerben kann

Bewerber müssen bis August 2027 die Highschool oder einen gleichwertigen Abschluss abgeschlossen haben. Auch internationale Kandidaten können teilnehmen. Wer bereits studiert, darf bis dahin allerdings nicht mehr als ein Jahr Vollzeitstudium nach dem Schulabschluss absolviert haben. Vorrang sollen Schüler erhalten, die 2027 ihren Abschluss machen. The Horowitz Andreessen Academy

Bemerkenswert ist das Auswahlverfahren. Statt ausschließlich auf Noten zu schauen, gewichtet die Academy den „Proof of Work“ besonders stark. Bewerber sollen eine persönliche Portfolio-Website einreichen, auf der beispielsweise Software, Produkte, Forschung, Communities, Veranstaltungen oder andere selbst initiierte Projekte dokumentiert sind. Hinzu kommen ein kurzes Video, Testergebnisse und das Schulzeugnis. Empfehlungsschreiben und klassische Bewerbungsessays werden in der ersten Runde nicht verlangt. The Horowitz Andreessen Academy

Die Early-Application-Frist endet am 5. November 2026, Entscheidungen sollen bis Ende Januar 2027 fallen. Die reguläre Bewerbungsfrist läuft bis zum 15. Januar 2027. Falls anschließend noch Plätze verfügbar sind, nimmt die Academy weitere Bewerbungen fortlaufend an. The Horowitz Andreessen Academy

Was das Modell für Startups und Bewerber bedeutet

Für Gründer und Arbeitgeber in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist weniger die einzelne Academy als das dahinterliegende Recruiting-Modell interessant. Die Verbindung aus Projekten, Mentoring, Unternehmensnetzwerk und praktischer Arbeit stellt die Frage, welchen Stellenwert formale Abschlüsse künftig für Tech-Karrieren haben.

Die Academy macht aus diesem Ansatz ein institutionelles Modell: Junge Talente sollen nicht erst mehrere Jahre studieren und anschließend Berufserfahrung sammeln, sondern bereits während ihrer Ausbildung Produkte entwickeln und mit Unternehmen arbeiten.

Für Bewerber bedeutet das zugleich einen Trade-off. Der Zugang zu einem prominenten Silicon-Valley-Netzwerk kann attraktiv sein, doch das Founding Class Fellowship ist nicht akkreditiert und bietet weder Abschluss noch übertragbare Studienpunkte. Wer sich aus dem DACH-Raum bewirbt, muss außerdem die erheblichen Lebenshaltungskosten in San Francisco und mögliche Visa-Fragen berücksichtigen. The Horowitz Andreessen Academy

Ob daraus tatsächlich ein skalierbares Gegenmodell zur Hochschule entsteht, wird sich erst nach den ersten Jahrgängen zeigen. Schon jetzt zeigt die 42-Mio.-USD-Wette jedoch, wie stark Investoren und Tech-Unternehmen über neue Wege nachdenken, Talente für eine zunehmend von KI geprägte Arbeitswelt auszubilden.

Vollständiger Artikel auf Gründerszene

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