Vaximm entwickelt oral verabreichte T-Zell-Immuntherapien gegen Krebs auf Basis eines gentechnisch veränderten Bakterienvektors. Die Plattform nutzt eine lebend-attenuierte Ty21a-Variante – ursprünglich als oraler Typhus-Impfstoff (Vivotif) etabliert – um Tumorantigene gezielt über das Darm-assoziierte Lymphgewebe, insbesondere die Peyer-Plaques, abzugeben und systemische zytotoxische CD8+-T-Zell-Antworten auszulösen.
Das Ty21a-Vektorsystem bringt mehrere Vorteile mit sich: eine lange Sicherheitshistorie, breite regulatorische Vertrautheit und die Möglichkeit wiederholter Dosierungen zur Erzeugung dauerhafter Immunantworten. Die modulare Plattformarchitektur erlaubt die Anpassung an verschiedene Tumorenantigene und die Integration mit anderen Immuntherapien. Durch die orale Verabreichung werden Patienten eine konvenientere Alternative zu injizierbaren oder infundierten Ansätzen geboten, bei gleichzeitiger Minimierung systemischer Toxizität durch gezielte lokale Aktivierung.
Vaximm befindet sich in der Übergangsphase von der Plattformvalidierung zur klinischen Entwicklung. Das Unternehmen verfolgt einen translationalen Ansatz mit Fokus auf klinische Studien und Kooperationen zur Validierung der Wirksamkeit über verschiedene Krebsarten hinweg und zur Evaluierung von Kombinationsszenarien.