Tytan Technologies wurde 2023 in München gegründet und entwickelt KI-gestützte autonome Systeme zur Abwehr feindlicher Drohnen. Das Unternehmen adressiert eine wachsende Sicherheitslücke im Verteidigungsbereich: den Schutz von Personen und kritischer Infrastruktur vor unbemannten Luftfahrzeugen (UAVs). Die technologische Basis umfasst Echtzeit-Datenverarbeitung, Sensorintegration sowie modulare Führungs- und Kontrollsysteme (C2) auf Basis offener Architekturen.
Das Kernangebot ist der TYTAN Interceptor METIS – eine autonome Abfangdrohne, die feindliche UAVs erkennt, verfolgt und neutralisiert. Das System erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 350 km/h, eine Reichweite von 25 km und ist bis auf 5.000 m Höhe einsatzfähig. Es ist speziell zur Bekämpfung von NATO-Klasse-II-Bedrohungen ausgelegt und lässt sich dank seiner modularen Open-Source-Architektur in bestehende Sensor-Suiten und C2-Systeme integrieren. Laut Unternehmensangabe wurden die Systeme bereits unter Kampfbedingungen in der Ukraine erprobt.
Tytan Technologies arbeitet mit etablierten Rüstungsunternehmen zusammen, darunter KNDS und HENSOLDT. Die Produktion wird derzeit europaweit skaliert. Das Unternehmen positioniert seine Lösungen nach eigenen Angaben preislich deutlich unterhalb vergleichbarer konventioneller Verteidigungssysteme – ein Ansatz, der auf kostengünstigere Beschaffung für staatliche und institutionelle Abnehmer abzielt.
Technisch bewegt sich das Team an der Schnittstelle von künstlicher Intelligenz, autonomen Systemarchitekturen und Defense Systems Engineering. Zu den zentralen Fachgebieten zählen unter anderem Counter-UAV-Technologien, Sensorintegration sowie die Entwicklung modularer, skalierbarer Verteidigungsarchitekturen.