TAG Therapeutics entwickelt TELOBLOCK, ein Antisense-Nukleotid-Therapeutikum, das auf Telomer-Dysfunktion abzielt. Das Unternehmen verfolgt dabei einen Präzisionsmedizin-Ansatz, der die DNA-Schadensreaktion (DDR) gezielt an verkürzten oder beschädigten Telomeren hemmt, ohne die Telomerlänge zu verändern.
TELOBLOCK soll die zelluläre Seneszenz hemmen, die durch pathogene Telomere ausgelöst wird. Das Therapeutikum zeigt nach Angaben des Unternehmens Effekte in mehreren Krankheitsmodellen: bei Telomer-Biologie-Störungen und kurzen Telomer-Syndromen, bei idiopathischer Lungenfibrose sowie als ex-vivo-Adjuvans zur Verbesserung der Proliferationsfähigkeit menschlicher hämatopoetischer Zellen für Transplantationen und zellbasierte Krebstherapien.
Die wissenschaftliche Grundlage des Unternehmens geht auf Arbeiten von Fabrizio d'Adda di Fagagna zurück, einem Gruppenleiter am IFOM (FIRC Institute of Molecular Oncology) in Mailand. Der Ansatz basiert auf der Prämisse, dass Telomer-Dysfunktion vielen Krankheiten zugrunde liegt: Mit dem Altern verkürzen und beschädigen sich Telomere, wodurch die DDR ausgelöst wird und Zellen in Seneszenz übergehen, was Entzündungen fördern und zu Fibrose und Gewebeschäden führen kann.





