Sögur war ein von Token-Inhabern verwaltetes Projekt für eine digitale Währung, das von September 2019 bis Februar 2021 aktiv war. Das Projekt zielte darauf ab, eine globale Währung zu schaffen, deren Wertbeständigkeit durch eine Nachbildung der IWF-Sonderziehungsrechte (SDR) erreicht werden sollte. Die SGR-Token waren auf dezentralisierte Governance ausgerichtet und sollten denjenigen, die sich jenseits staatlicher und zentralbanklicher Grenzen bewegen, als Zahlungsmittel dienen.
Die technische Grundlage des Projekts umfasste Blockchain-Technologie, Smart Contracts und ein Liquiditäts-Pool-System. Das Sögur-Team implementierte Mechanismen für die Stabilisierung von Währungen durch die Replikation der SDR-Zusammensetzung des IWF sowie Redemption-Funktionen, über die SGR-Inhaber ihre Token zurück in Ether (ETH) konvertieren konnten. Das Projekt wurde nach eigenem Bericht unter strikten gemeinnützigen Grundsätzen etabliert.
Im Februar 2021 kündigte das Team die Schließung des Projekts an und verwies auf ein sich ständig verschärfendes regulatorisches Umfeld sowie ungünstige Marktbedingungen. Token-Inhaber erhielten die Möglichkeit, ihre SGR-Bestände über einen Smart Contract und später über einen ETH-Liquiditäts-Pool zu redemptionieren.