Radical Dot ist ein Münchener Deep-Tech-Startup, das sich auf die chemische Wiederverwertung von Kunststoffabfällen konzentriert. Das Unternehmen hat ein proprietäres Verfahren zur Niedertemperatur-Katalyse entwickelt, das schwer recycelbare Kunststoffe - insbesondere gemischte und kontaminierte Kunststoffströme - in hochwertige chemische Bausteine umwandelt. Die Technologie entstand im TUM Venture Lab ChemSPACE der Technischen Universität München.
Das Verfahren von Radical Dot adressiert eine zentrale Herausforderung in der Kunststoffwirtschaft: Während etablierte Recyclingmethoden für reine oder leicht zu trennende Kunststoffe ausgelegt sind, bleibt ein großer Anteil komplexer Kunststoffabfälle heute ohne wirtschaftliche Verwertungsoption und wird verbrannt oder deponiert. Durch die Konvertierung dieser schwierigen Kunststoffströme in chemische Vorprodukte für die Herstellung alltäglicher Kunststoffprodukte zielt das Unternehmen darauf ab, fossile Rohstoffe zu verdrängen und Abfallverbrennungen zu reduzieren.
Der operative Fokus liegt auf der Entwicklung und Skalierung der katalytischen Niedertemperatur-Technologie. Das Unternehmen kombiniert Fachkenntnisse in heterogener und homogener Katalyse, Polymerchemie und Prozessskalierung, um die Technologie vom Labor in die kommerzielle Produktion zu bringen und dabei die Wirtschaftlichkeit zu verbessern.