Orbem ist ein 2019 als Spin-off der Technical University of Munich gegründetes Unternehmen mit Büros in München und Houston. Das Team umfasst mittlerweile mehr als 200 Mitarbeitende. Orbem kombiniert schnelle MRT-Technologie mit Deep-Learning-Algorithmen, um zerstörungsfreie biologische Analysen im industriellen Maßstab zu ermöglichen – also Einblicke in biologisches Material, ohne dieses zu beschädigen oder zu zerstören.
Das Kernprodukt ist die Genus-Produktfamilie: eine KI-gestützte Bildgebungsplattform, die schnelle MRI-Systeme mit fortschrittlichem Deep Learning verbindet. Anwendungsbereiche umfassen die Geflügelproduktion, die Qualitätskontrolle bei Früchten und Nüssen sowie die menschliche Gesundheit. Ziel ist es, MRT-Systeme über klassische klinische Umgebungen hinaus zu vereinfachen, zu beschleunigen und skalierbar zu machen.
Orbem adressiert zwei Industrien: die Lebensmittelversorgungskette – einschließlich Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion – sowie das Gesundheitswesen, etwa bei der bildbasierten Krankheitserkennung. Das Unternehmen nennt als Kontext, dass jährlich rund 1,25 Milliarden Tonnen Lebensmittel zwischen Ernte und Einzelhandel verloren gehen, und formuliert als langfristiges Ziel, eine nachhaltige Nahrungsmittelproduktion für zehn Milliarden Menschen bis 2050 zu unterstützen.