Divea SA ist ein 2024 gegründetes Schweizer Klimatechnologie-Unternehmen mit Sitz in Sion, das sich auf die Dekarbonisierung von Industrieanlagen durch die direkte Abscheidung von CO₂ konzentriert. Das Unternehmen ist ein Spinoff des Laboratory of Advanced Separations der EPFL und entwickelt porenhaltige Graphen-Membranen, deren Poren etwa die Größe von CO₂-Molekülen aufweisen. Diese Membranen ermöglichen die Trennung von CO₂ von anderen Gasen, bevor die Emissionen in die Atmosphäre gelangen.
Das Kernprodukt von Divea sind modulare mechanische Installationen, die die Graphen-Membranen integrieren und direkt an den Emissionsquellen von Industriebetrieben installiert werden können. Die Systeme werden an Abgasströme angeschlossen und benötigen nach Unternehmensangaben nur elektrische Energie zum Betrieb – ohne Wärmezufuhr oder Lösungsmittel. Das Unternehmen synthetisiert die Graphen-Membranen hausintern und positioniert seine Technologie als kosten- und energieeffizient für schwer zu dekarbonisierende Industriesektoren.
Graphen bietet nach Darstellung des Unternehmens Vorteile gegenüber polymeren Membranen: längere Lebensdauer und die Möglichkeit der Regeneration zur Wiederherstellung der ursprünglichen Leistung. Das Unternehmen zielt auf die Abscheidung von Emissionen aus großen Industriebranchen ab, insbesondere solchen, für die Dekarbonisierung technisch oder wirtschaftlich besonders herausfordernd ist.