Corimmun war ein 2006 gegründetes deutsches Biotechnologieunternehmen, das sich auf die Entwicklung von Therapeutika und Diagnostika für Herz- und Gefäßerkrankungen spezialisierte. Das Unternehmen entstand als Spin-out der Universitäten Würzburg und Tübingen und war in Martinsried bei München ansässig. Die Finanzierung erfolgte durch renommierte Investoren wie den High-Tech Gründerfonds, Bayern Kapital und BioM, die das translatorische Forschungsmodell des Unternehmens unterstützten.
Der Forschungsschwerpunkt lag auf kleinen zyklischen Peptiden und menschlichen Proteintherapeutika für kardiovaskuläre Indikationen. Das Hauptprogramm, COR-1, war ein kleines zyklisches Peptid in früher klinischer Entwicklung für Herzinsuffizienz. Diese Spezialisierung auf Peptidtherapeutiken und translatorische Forschung, die akademische Erkenntnisse in klinische Anwendungen überführte, bildete die Grundlage des Unternehmensansatzes.
2012 wurde Corimmun von Janssen Cilag, einer Tochter von Johnson & Johnson, übernommen. Diese Akquisition markierte einen bedeutenden Meilenstein für das europäische Biotech-Ökosystem und bestätigte die Validität des Unternehmensansatzes in der kardiovaskulären Wirkstoffforschung.